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Content-Management-Systeme - Auswahl und Einsatz

Das World Wide Web ist ein Sammelsurium vieler unterschiedlicher Systeme und Inhalte. So gibt es statische und dynamische Seiten, Texte, Bilder, Animationen, Videos und diverse andere Formate. Für den Betrachter ist es bis auf wenige Ausnahmen relativ egal, welche Systeme im Hintergrund diese Informationen in seinem Browser bereit stellen. Eine sehr große Verbreitung genießen Content-Management-Systeme, kurs CMS, da diese in der Lage sind, ein relativ breites Spektrum an Inhalten abzudecken. Alle CMS haben zur Grundlage, dass sie Inhalte strikt von der Darstellung trennen. Content-Management-Systeme werden auch als „3-tier“-Architektur beschrieben. Die drei Ebenen dieser Architektur sind:

  • Datenbank (zur Bereitstellung der Daten)

  • Funktionalität (Programmskripte zum Abruf und Umwandlung der Daten)

  • Darstellung (das Layout der abgerufenen Inhalte)

Der Markt an verfügbaren CMS ist sehr unübersichtlich. Sie teilen sich auf in verschiedene Programmiersprachen und den mitgelieferten Funktionsumfang. So gibt es CMS für ASP (Active Server Pages, von Microsoft), für PHP (Hypertext Preprocessor), für Perl/CGI oder manche sind auch in Javascript geschrieben. Manche CMS sind nur für den Einsatz mit MySQL-Datenbanken geschaffen, andere wiederum kommunizieren auch mit Oracle oder anderen Datenbanken. Die einen CMS haben den Schwerpunkt auf möglichst einfache Bedienung gesetzt, für andere wiederum steht die größtmögliche Erweiterungsfähigkeit im Vordergrund. Auch beim Funktionsumfang gibt es große Unterschiede. So gibt es CMS, welche „smart und sexy“ sind. Andere Content-Management-Systeme hingegen bringen eine kaum überschaubare Anzahl an Extrafunktionen mit bzw. lassen sich um fast jeglichen Sonderwunsch erweitern. Die drei bekanntesten Content-Management-Systeme sind: Typo3, Drupal und Joomla. Alle drei genießen ihre Daseinsberechtigung, da sie alle einen unterschiedlichen Schwerpunkt verfolgen.

Typo3 ist das Flaggschiff unter den CMS. Es gibt kaum eine Möglichkeit, welche sich mit Typo3 nicht realisieren lassen würde, unter anderem zeichnet es sich Internationalisierung und ein hervorragendes Cache-System aus. Doch so vielfältig die Einsatzmöglichkeiten mit Typo3 auch sind, so komplex ist das zugrunde liegende Framework (Systembasis). Selbst das Erstellen von Templates (Designgrundgerüst) kann bei Typo3 schnell zu einer mehrtätigen Arbeit ausarten. Typo3 wird in der Szene jedoch sehr geschätzt, da es äußerst stabil ist und auch einen starken Besucheransturm bewältigen kann. Der Spiegel-Verlag nutzt bspw. Typo3 für seine Website www.spiegel.de und auch als Redaktionssystem.

Auch Drupal genießt in der Szene einen guten Ruf. Drupal zeichnet sich durch sein großes Erweiterungspotential aus. Speziell für Programmierer bietet Drupal interessante Möglichkeiten. Das Framework ist sehr entwicklerfreundlich ausgelegt. Die Anzahl bereits fertiger Erweiterungen ist kaum zu überblicken. Die Schattenseite von Drupal bildet das Template-System. Dieses ist wie bei Typo3 kompliziert und lässt sich nicht mit wenigen Arbeitsstunden realisieren.

Das dritte CMS in der Aufzählung – Joomla – ist das benutzerfreundlichste auf dem Markt. Die Administration ist äußerst einfach und übersichtlich ausgelegt. Auch das Erstellen von Templates geht schnell von der Hand. Joomla steht seit seiner ersten Stunde in der Kritik, nicht besonders schnell auf Sicherheitslücken zu reagieren. Auch ist das Framework an manchen Stellen eher unübersichtlich. Doch diese Kritikpunkte sind mehr oder minder in der Vergangenheit zu suchen. Die Anzahl an Joomla-Installationen wächst von Tag zu Tag.

Welches CMS man für seine Website nutzt, hängt in erster Linie vom Umfang und von den persönlichen Präferenzen ab. Eine unternehmensweite Website mit vielen Redakteuren ist mit Typo3 oder eventuell Drupal besser zu organisieren. Eine persönliche oder kleine Firmen-Website ist hingegen mit Joomla leichter auf zu stellen und auch der Aufwand für den Redakteur ist hier ungemein kleiner.


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